Zsolt Joanovits, Business Coach, Supervisor, Therapeut, .Home
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.Dogmen und Freiheiten

Der Weg zu dem, was ich heute bin, zu den Anschauungen, die ich heute habe, ging aus von dem leicht ekstatischen und agitierten Lebensgefühl der siebziger Jahre. Die Grundlage aber war eine suchende Religiosität, die von katholischen Sitten und allen möglichen anderen Einflüssen ausging. So war ich kaum sechzehn, als ich im einzigen tibetischen Zentrum der Schweiz bei einem Lama zu Gast war - völlig unangemeldet und unvorbereitet. Aber ich habe im Buddhismus und später in verschiedenen Anschauungen des Ostens, in der Anthroposophie und im Deutschen Idealismus Ausschau gehalten nach dem, was für mich wichtig sein könnte.

Ich habe immer sehr grossen Wert darauf gelegt, die Dinge auch von den Philosophien, den Dogmen und den fertigen Vorgaben der 'Gurus' zu lösen, vor allem wenn es darum ging, mit anderen Menschen ins Gespräch, in die Beratung oder gar in die Begleitung des individuellen Schulungsweges zu kommen.

Ich habe den Anspruch, dass ich nicht jemandem eine Anschauung oder eine 'Wahrheit' aufoktroyieren darf - das ist sowieso eine logotherapeutische und überhaupt eine allgemeine Maxime. Aber darüber hinaus denke ich, dass ich verpflichtet bin, die verschiedenen Anschauungen mindestens zu kennen, damit wir - die Klienten und ich - über dasselbe sprechen.

Die Weltanschauungen und Religionen spielen gelegentlich in die beraterischen Prozesse hinein, gerade wenn wir nicht nur mit dem Kopf arbeiten sondern auch imaginative, kontemplative, meditative Vorgänge zulassen. Da kommen manchmal die religiösen Symbole wie von selbst ans Tageslicht, auch bei jenen Menschen, die sich als ausgesprochene Atheisten bezeichnen.

Es geht aber darum, über Symbole hinaus, durch die Hüllen der einzelnen religiösen Bekenntnisse hindurch zu individuellen Gefühlen der Evidenz und zu ethischen und sinnvollen Handlungsimpulsen zu kommen. Religion ist hier Grundlage und Hindernis zugleich. Klarheit, wenigstens ein Stück weit, ist nur möglich, wenn wir die Einseitigkeiten ablegen und uns wenigstens versuchsweise auf fremde Denkmöglichkeiten einlassen können.

Das genaue Gegenteil der Sekte - das ist mein Lebensbild, und das ist meine Möglichkeit das zu tun, was ich am besten kann: mich auf andere Menschen einzulassen.

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse.

Ihr Zsolt Joanovits












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