15. Oktober 2008
Offensichtlich gehen Frauen mit ihren Schwierigkeiten, mit ihrer Befindlichkeit anders um als Männer. In einem Zeitungsartikel habe ich vor einiger Zeit einen bemerkenswerten Satz gelesen:
“Frauen reden mit Freundinnen über ihre Probleme; Männer reden mit ihren Freunden über alles - nur nicht über ihre Probleme.”
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30. September 2008
Aus einer Reihe von Studien und Statistiken wird deutlich, dass die Wirtschaft – in Deutschland, wahrscheinlich aber auch anderswo – nur etwa 40% (!) dessen leistet, was sie leisten könnte.
- 13% der Mitarbeiter sind engagiert und emotional an die Firma gebunden
- 68% der Mitarbeiter machen Dienst nach Vorschrift
- 19% der Mitarbeiter haben innerlich gekündigt
(Studien von 2006/2007)
Ach ja, solche Dinge habe wir doch schon gehört, ganz taufrisch sind diese Nachrichten nicht. So könnte man sagen. Und überhaupt, wir glauben ja schließlich nur jenen statistischen Features, die wir selber gefälscht haben…. Wer sagte das schon wieder? (weiterlesen…)
15. September 2008
“Zufriedene MitarbeiterInnen leisten viel – wenn sie richtig eingebunden sind und gefordert werden. Das Engagement kann gerade bei Personen, die eine gute Unterstützung erleben, sehr hoch sein. Dazu bedarf es oft keiner großen Maßnahmen, sondern einer wertschätzenden und offenen Haltung.”
Dies ist ein Ausspruch des Grazer Arbeitspsychologen Paul Jiménez, einem anerkannten Kopf, der über die Themen rund um Leistung und Motivation publiziert und Vorträge hält. Als ich sein Statement gelesen hatte, war ich völlig einverstanden mit ihm: wer Unterstützung erlebt, hat ein starkes Selbstwertgefühl, ist leistungsfähig und zufrieden. Wenn ich aber daran denke, wie verbreitet das Ausgebranntsein ist, frage ich mich, was da eigentlich los ist. (weiterlesen…)
7. September 2008
Es zeigt sich immer wieder, dass Vorgesetzte die Möglichkeit haben, schwerwiegenden menschlichen und zwischenmenschlichen Problemen innerhab ihrer Belegschaft entgegenzusteuern. Damit machen sie zugleich ihre eigene Arbeit wesentlich effektiver.
Es ist unglaublich.
Was die vier Frauen am Tisch erzählen ist wirklich schwer zu fassen. Alle vier hatten sie bis vor einem halben Jahr in einem Unternehmen der Erwachsenenbildung gearbeitet. Unterdessen haben drei von ihnen bereits anderswo einen Vertrag, die vierte ist freigestellt. Aber alle sind sie sich einig, dass sie froh sind, draußen zu sein und den ganzen Terror hinter sich zu haben. (weiterlesen…)
4. September 2008
Es ist mir wichtig, dass ich in diesen Beiträgen immer wieder neu und immer wieder auf andere Zusammenhänge bezogen zeigen kann, dass die ‘Sinnorientierung’ keine hübsche philosophische Idee ohne Konsequenzen ist über die man in akademischen Kreisen gediegen schwadronieren kann, sondern dass der Sinn etwas ausgesprochen Praktisches ist. Wir sind ja selber von Haus aus alle so ausgerichtet, dass wir tun, was uns sinnvoll vorkommt – sonst würden wir es ja nicht tun. Und das hat gar nichts damit zu schaffen, dass jemand anders das, was ich tu’, als nicht sinnvoll anschaut. Für ihn ist es eben anders, weil er jemand anders ist. Vielleicht war es für ihn früher mal sinnvoll. Aber die Zeiten haben sich geändert und seine Ansichten auch.
Was ich damit sagen will: mein ‘Sinn’ ist überhaupt nichts Allgemeingültiges. Er ist persönlich, und damit auch abhängig von der Situation in der ich drin bin. Es ist ‘mein Sinn’.
Ganz ähnlich: ein Unternehmen bietet in erster Linie für den Abnehmer etwas Sinnvolles – sonst würde dieser gar nicht dafür bezahlen wollen. Das bedeutet, dass es eigentlich bei jedem Unternehmen um Dienstleistungen geht, und ob es sinnvolle Dienstleistungen sind, darüber entscheiden die Konsumenten. (weiterlesen…)
1. September 2008
Ursprünglich war das eine Schlüsselfrage, die Walter Böckmann schon 1987 einem seiner Bücher zugrunde legte: ‚Sinnorientierte Führung als Kunst der Motivation’.
Er ist daraufhin eingeladen worden, an einem internationalen Symposium des Gottfried-Duttweiler-Instituts in der Schweiz zu referieren. Bei dieser Gelegenheit lernte er Frankl kennen, den Begründer der Logotherapie. Es geht die Anekdote, dass Frankl ihn mit den Worten begrüßte: „Wissen Sie, dass Sie soeben einen logotherapeutischen Vortrag gehalten haben?“
In der Folge adaptierte Böckmann die Logotherapie Frankls und formte dessen theoretisches Menschenbild in einen praktischen Führungsansatz um.
Logotherapie und Existenzanalyse? Das ist doch ein psychotherapeutisches Konzept. Was hat das mit der Arbeitswelt zu tun? So könnte man fragen. Es ist aber mehr als das. Es ist auch ein Menschenbild, das davon ausgeht, dass der Mensch vom Sinnhaften und für das Sinnhafte lebt. Er findet das Sinnvolle, indem er seine Werte verwirklicht. Dadurch kann er gesund sein. Dadurch kann er leistungsfähig sein. Und vor allem: aus dem Sinnhaften schöpft er seine Motivation.
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Ich freue mich, heute die neue Plattform für Unternehmenskultur vorstellen zu dürfen.
Themenschwerpunkt wird die von Viktor Frankl angeregte und von Walter Böckmann in vielen Publikationen konzipierte Sinnorientierte Führung sein. Darüber hinaus haben aber alle verwandten und benachbarten Themen, vom Management bis zur Work-Life-Balance, von der Kommunikation bis zu den alltäglichen Fragen und Geschehnissen ihren Platz.
Und so wünsche ich Ihnen angeregte Lektüre und freue mich über jede Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Ihr Zsolt Joanovits