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	<title>Sinncoach</title>
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	<description>Der S!NNCOACH Blog - Sinnorientierte Führung als Unternehmenskultur</description>
	<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 16:28:56 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Mehrdeutige Schatten</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 16:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Frankl]]></category>

		<category><![CDATA[Konzentrationlager]]></category>

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		<description><![CDATA[Viktor Frankl war nicht nur Arzt und  Denker, er war nicht nur Theoretiker &#8211; er musste mit der unmenschlichen, ja geradezu der untermenschlichen Seite des Lebens schmerzliche Bekanntschaft schlie&#223;en. Als Wiener Jude wurde er w&#228;hrend des zweiten Weltkriegs verschleppt und hat l&#228;ngere Zeit in verschiedenen Konzentrationslagern zubringen m&#252;ssen. 
Wie er selber sp&#228;ter sagte, hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viktor Frankl war nicht nur Arzt und  Denker, er war nicht nur Theoretiker &ndash; er musste mit der unmenschlichen, ja geradezu der untermenschlichen Seite des Lebens schmerzliche Bekanntschaft schlie&szlig;en. Als Wiener Jude wurde er w&auml;hrend des zweiten Weltkriegs verschleppt und hat l&auml;ngere Zeit in verschiedenen Konzentrationslagern zubringen m&uuml;ssen. <span id="more-121"></span></p>
<p>Wie er selber sp&auml;ter sagte, hat er &uuml;berlebt, weil er Kraft fand, nicht nur dem Hunger und der K&auml;lte, sondern auch der Angst und der Dem&uuml;tigung zu trotzen. Er erfand den dazugeh&ouml;renden Namen, das gefl&uuml;gelte Wort von der Trotzmacht des Geistes.<br />
Genau dies wurde ihm zum gr&ouml;&szlig;ten Anliegen.</p>
<p>Er wolte zeigen, dass das mechanistische Bild von der Welt gerade das Wesentliche am Menschen vergessen l&auml;sst. Mit einer Metapher, einem Bild von verschieden geformten Gegenst&auml;nden, die &ndash; entsprechend angeordnet &ndash; gleiche Schatten werfen, versuchte er zu verdeutlichen, dass identische Bilder mehrdeutig sein k&ouml;nnen, ohne sich zu widersprechen.</p>
<p><img src="http://www.sinncoach.com/blog/artikelimages/dimensional_1_72.jpg" alt="dimensional 1" /> Ein runder Schatten kann von verschiedenen geometrischen Figuren kommen, ich kann nicht daraus schlie&szlig;en, ob es sich um eine Kugel, einen Zylinder oder gar um einen Kegel handelt.</p>
<p><br/></p>
<p><img src="http://www.sinncoach.com/blog/artikelimages/dimensional_2_72.jpg" alt="dimensional 2" /></p>
<p>Ob es ein geschlossener K&ouml;rper oder ein offenes Gebilde ist wie ein Trinkglas, das kann ich erst recht nicht erkennen. Dar&uuml;ber hinaus kann ein und derselbe Gegenstand ganz unterschiedliche Schatten werfen.</p>
<p><br/></p>
<p>Was will Frankl uns damit sagen?</p>
<p>Wenn wir uns von den gleichf&ouml;rmigen Schattenbildern zum Narren halten lassen, bleiben wir im Glauben, das menschliche Wesen erstrecke sich nur auf die biologische und auf die psychologische Ebene. Dann verk&uuml;rzen wir ihn, wir reduzieren ihn und lassen sein Wesentliches unbeachtet.<br />
Projektionen des menschlichen Wesens und Verhaltens in die biologische Ebene ergeben demnach k&ouml;rperliche Ph&auml;nomene, Projektionen in die psychologische Ebene ergeben psychische Ph&auml;nomene.</p>
<p><img src="http://www.sinncoach.com/blog/artikelimages/messen72.png" alt="messen" /></p>
<p>Und wo kommt die Trotzmacht her?<br />
Das wollen wir in der n&auml;chsten Folge darstellen.</p>
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		<title>Was hat Logotherapie mit F&#252;hrung zu tun?</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2010/04/02/logotherapie_und_fuehrung/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 11:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Frankl]]></category>

		<category><![CDATA[Führung]]></category>

		<category><![CDATA[Logotherapie]]></category>

		<category><![CDATA[Sinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Viktor Frankl war ein Nervenarzt und Psychiater.  K&#246;nnen seine Gedanken &#252;berhaupt mit den Problemen der Mitarbeiterf&#252;hrung etwas zu tun haben?
Ich will hier in einer lockeren Folge die Grundlagen aus Frankls Denken vorstellen und aufzeigen, was wir von ihm f&#252;r unsere t&#228;gliche Arbeit, f&#252;r den Umgang mit anderen Menschen und den Umgang mit uns selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viktor Frankl war ein Nervenarzt und Psychiater.  K&ouml;nnen seine Gedanken &uuml;berhaupt mit den Problemen der Mitarbeiterf&uuml;hrung etwas zu tun haben?<br />
Ich will hier in einer lockeren Folge die Grundlagen aus Frankls Denken vorstellen und aufzeigen, was wir von ihm f&uuml;r unsere t&auml;gliche Arbeit, f&uuml;r den Umgang mit anderen Menschen und den Umgang mit uns selbst lernen k&ouml;nnen.<span id="more-116"></span></p>
<p><img src="http://www.sinncoach.com/blog/artikelimages/frankl.jpg" alt="Viktor Frankl" /> Frankl war nicht nur Arzt und  Denker, er war nicht nur Theoretiker &ndash; er musste mit der unmenschlichen, ja geradezu der untermenschlichen Seite des Lebens schmerzliche Bekanntschaft schlie&szlig;en. Als Wiener Jude wurde er w&auml;hrend des zweiten Weltkriegs verschleppt und hat l&auml;ngere Zeit in verschiedenen Konzentrationslagern zubringen m&uuml;ssen. Wie er selber sp&auml;ter sagte, hat er &uuml;berlebt, weil er Kraft fand, nicht nur dem Hunger und der K&auml;lte, sondern auch der Angst und der Dem&uuml;tigung zu trotzen. Er erfand den dazugeh&ouml;renden Namen, das gefl&uuml;gelte Wort von der Trotzmacht des Geistes.</p>
<p>Viktor Frankl war Arzt und Psychiater (1904 &ndash; 1997), war Sch&uuml;ler Freuds und Adlers, hatte sich aber fr&uuml;h von den Einseitigkeiten der akademischen Anschauungen seiner Zeit losgesagt. Er war eine treibende Kraft in der humanistischen Str&ouml;mung des letzten Jahrhunderts, der &sbquo;dritten Kraft&rsquo; innerhalb der psychologischen Wissenschaften nach der Psychoanalyse und des so genannten Behaviorismus, also der Verhaltenspsychologie.</p>
<p>Er vertrat das neue, das individualisierte Menschenbild. Das war ihm das wichtigste Anliegen.<br />
Der Gedanke, dass der Mensch nur ein k&ouml;rperiches und h&ouml;chstens vielleicht noch ein seelisches Wesen sei, war ihm unertr&auml;glich. Er empfand solches als unw&uuml;rdig, geradezu als mechanisch. Er hat seine ganze Kraft aufgeboten, um zu zeigen, dass damit gerade das Wesentliche am Menschen vergessen gegangen ist.</p>
<p>Eine Anekdote erz&auml;hlt, wie der 16j&auml;hrige Frankl im Gymnasium gebannt den Ausf&uuml;hrungen des Biologielehrers zuh&ouml;rt. Dieser dozierte gerade &uuml;ber die Entstehung des Lebens, wie sie zu jener Zeit - und auch heute - verstanden wurde, &uuml;ber die chemisch-organischen Vorg&auml;nge beim &Uuml;bergang des mineralischen Geschehens in die Entwicklung des Lebens. Und er sagte: &#8216;Meine Herren, das leben ist nichts anderes als ein Oxydationsprozess.&#8217;<br />
Der junge Frankl konnte da nicht mehr an sich halten, sprang auf und sagte ganz aufgeregt: &#8216;Aber Herr Professor &ndash; wenn es wirklich so w&auml;re, dann &#8230; dann h&auml;tte das Leben doch gar keinen Sinn!&#8217;</p>
<p>Nun - er hat sich zur Aufgabe gemacht, genau dies genauer anzuschauen. Und die scheinbar recht akademische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema f&uuml;hrte ihn zu einer F&uuml;lle von ganz praktischen und zweckm&auml;&szlig;igen Gedanken. Wie wir diese Gedanken f&uuml;r uns nutzbar machen k&ouml;nnen, wie sie uns helfen k&ouml;nnen, den Alltag effizienter, aber vieleicht auch menschlicher zu gestalten, das wollen wir in einer Serie von kurzen Betr&auml;gen erforschen.</p>
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		<title>Motivation und F&#252;hrung in Krisenzeiten</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/09/29/motivation-und-fhrung-in-krisenzeiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 16:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Burnout]]></category>

		<category><![CDATA[Demotivation]]></category>

		<category><![CDATA[Motivation]]></category>

		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Kollegen k&#246;nnen ein Lied davon singen: es gibt eine ganze Reihe zuverl&#228;&#223;iger Methoden, Mitarbeiter zu demotivieren und sie in ihrer Produktivit&#228;t zu behindern. Und alle, ohne Ausnahme, haben mit dem menschlichen Umgang zu tun. Wenige negative Aktivit&#228;ten in diese Richtung k&#246;nnen die Leistung schon enorm beeintr&#228;chtigen. Dass dies betriebswirtschaftlich von Belang ist, dies zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Kollegen k&ouml;nnen ein Lied davon singen: es gibt eine ganze Reihe zuverl&auml;&szlig;iger Methoden, Mitarbeiter zu demotivieren und sie in ihrer Produktivit&auml;t zu behindern. Und alle, ohne Ausnahme, haben mit dem menschlichen Umgang zu tun. Wenige negative Aktivit&auml;ten in diese Richtung k&ouml;nnen die Leistung schon enorm beeintr&auml;chtigen. Dass dies betriebswirtschaftlich von Belang ist, dies zu wissen geh&ouml;rt zu den Grundlagen der F&uuml;hrungskunst.<br />
In Zeiten, in denen der Kosten- und Effizienzdruck w&auml;chst, bekommt die Art des Umgangs zus&auml;tzliches Gewicht. Dann wird kaum jemand kurzfristig die Stelle wechseln k&ouml;nnen. Er wird trotz aufgestauter Demotivation bleiben &ndash; und die Produktivit&auml;tseinbu&szlig;en damit noch steigern.<span id="more-112"></span></p>
<p>Also m&uuml;ssen wir uns gerade in Umbruchsituationen vermehrt klar werden dar&uuml;ber, wie Motivation eigentlich funktioniert. Man versteht darunter oft materielle Anreize, also Geld oder sonstige &sbquo;Incentives&rsquo;.<br />
Aber die Menschen sind anders gestrickt. Motivation betrifft n&auml;mlich die Verwirklichung eigener Ziele. Die F&uuml;hrungsaufgabe besteht darin, sie mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen. Darum kann ein materieller Anreiz je nach Pers&ouml;nlichkeit ohne weiteres kontraproduktiv sein.</p>
<p>Ja, je nach Pers&ouml;nlichkeit. Man muss wissen, was f&uuml;r den Einzelnen wichtig ist. Als sinnlos und unpassend empfundenes Arbeiten ist nicht nur langweilig oder nervt&ouml;tend. Es ist emp&ouml;rend und entw&uuml;rdigend, auch wenn es noch so gut bezahlt ist. Die meisten arbeiten &uuml;berhaupt nicht einfach um des Gehalts willen. Es geht um das, was sinnvoll ist. Die Sinnhaftigkeit findet sich im Kleinen und Individuellen; sie steckt in den pers&ouml;nlichen Bed&uuml;rfnissen.</p>
<p>&bull;	Wer immer freundlich ist und l&auml;chelt und den Ausgleicht sucht, dem wird viel an der Qualit&auml;t von Beziehungen liegen.<br />
&bull;	Wer alles kann und alles wei&szlig;, wer alles erkl&auml;ren kann, der m&ouml;chte daf&uuml;r auch anerkannt werden.<br />
&bull;	Und wer ein gutes Auge hat f&uuml;r die Fehler anderer und die Unzul&auml;nglichkeiten in der Arbeitsorganisation, der wird das Bed&uuml;rfnis nach &Uuml;berlegenheit haben.</p>
<p>Dies sind pers&ouml;nliche soziale Motive. Und sie sind bestimmend. Sie kennzeichnen die Rolle und Funktion in der Gemeinschaft &ndash; aber es geht praktisch nie nur um den Status, sondern es geht um die Identifikation mit der Aufgabe. Und genau dort ist die Quelle dessen, was wir als das &sbquo;Sinnhafte&rsquo; bezeichnet haben. Das ist der Schl&uuml;ssel zur echten Motivation.</p>
<p>Das Bed&uuml;rfnis nach guten Beziehungen signalisiert den Willen, zu einer Gemeinschaft zu geh&ouml;ren und einen echten Beitrag zum Funktionieren der Firma zu leisten. Wem das wichtig ist, f&uuml;r den ist es ein Unterschied, ob er nach seinem Einsatz die Anzahl der Werkzeuge genau kontrollieren muss, oder ob er f&uuml;r die Sicherheit der Kundenfahrzeuge besorgt ist. Er sieht und braucht den Nutzen f&uuml;r andere.</p>
<p>Lob mit der Gie&szlig;kanne &ndash; das ist nicht unbedingt der richtige Weg. Diejenigen aber, die auf Anerkennung aus sind, ben&ouml;tigen Lob wie Luft. Wenn sie ein wenig unsicher sind, verschl&auml;gt ihnen Kritik den Atem. Sie brauchen Anerkennung und Ermutigung &ndash; und wenn noch keine Erfolge vorliegen, brauchen sie Anerkennung f&uuml;r die bereits unternommenen Anstrengungen. </p>
<p>Und diejenigen, die nach &Uuml;berlegenheit streben? Das sind oft die hochgradig Leistungsbereiten. Sie brauchen zweierlei. Ihr Geltungsbed&uuml;rfnis kann zum einen mit besonderen Aufgaben und Verantwortungen ausgelastet werden, und dann werden sie gute Ergebnisse vorzeigen. Sie stehen aber unter der Gefahr auszubrennen. Da muss der Vorgesetzte ein Auge darauf haben.</p>
<p>Diese einfachen Beispiele zeigen, dass echte Motivation keine Frage gro&szlig;angelegter Workshops und Trainings ist. Es gen&uuml;gt, auf den Einzelnen einzugehen. Hier verbirgt sich die eigentliche F&uuml;hrungsaufgabe.</p>
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		<title>Ich habe keine Zeit!</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/07/30/ich-habe-keine-zeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 12:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Burnout]]></category>

		<category><![CDATA[Eisenhower-Fenster]]></category>

		<category><![CDATA[Lebenszeit]]></category>

		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem langen Arbeitstag ist auf dem Schreibtisch einiges los. Zwischen zwei Kaffeetassen, der Kamera, dem neuen digitalen Wecker - einem Werbegeschenk eines Lieferanten - und der Materialprobe aus der Werkstatt liegen mehrere Stapel von Papieren und Telefonnotizen. Au&#223;erdem sind im Outlook mindestens ein Dutzend neue Termine Ideen, Termine und to-do&#8217;s hinzugekommen. Und im Postfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem langen Arbeitstag ist auf dem Schreibtisch einiges los. Zwischen zwei Kaffeetassen, der Kamera, dem neuen digitalen Wecker - einem Werbegeschenk eines Lieferanten - und der Materialprobe aus der Werkstatt liegen mehrere Stapel von Papieren und Telefonnotizen. Au&szlig;erdem sind im Outlook mindestens ein Dutzend neue Termine Ideen, Termine und to-do&#8217;s hinzugekommen. Und im Postfach liegen noch ein paar unge&ouml;ffnete Mails - da ist mit weiterem Ungemach zu rechnen.</p>
<p>Wenn Sie sich jetzt &uuml;berlegen, wie Sie das alles anpacken sollen - wie gehen Sie vor? Wie wollen Sie die Aufgaben und Ziele abarbeiten? Zuerst das Einfachste und Angenehmste? Oder zuerst das irgendwie Wichtigste? Gehen Sie einfach reihum? Haben Sie sich ein System zurechtgelegt? Oder arbeiten Sie einfach drauf los, weil ein System eh&#8217; schon wieder zu viel Zeit kostet?<span id="more-102"></span></p>
<p>Wir alle haben gewisse Vorlieben und Gewohnheiten, an denen wir uns bei der Arbeit orientieren. Dazu kommt, dass von oben und von unten Druck kommt: von Vorgesetzten und Mitarbeitern, von f&auml;lligen Terminen und vom Zufall. Wenn Sie aber &uuml;ber den Zweck der momentanen T&auml;tigkeit aus auf den Sinn des Ganzen schauen, dann stehen da immer Ihre Ziele - Ihr Erfolg. Daran werden Sie gemessen. Und Erfolg k&ouml;nnen Sie nur haben, wenn Sie die wichtigen Aufgaben erledigen. Gut erledigen.</p>
<p>Also geht es darum, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Das mag vom Inhaltlichen zuweilen schwierig sein. Aber an den Randbedingungen k&ouml;nnen Sie es erkennen. Und dazu gibt es eine recht simple, und dennoch effektive Hilfe: das so genannte Eisenhower-Fenster.</p>
<p>Der amerikanische General und sp&auml;tere Pr&auml;sident Dwight Eisenhower hat sein Zeitmanagement auf eine einfache Formel gebracht.</p>
<p>In einem ersten Schritt m&uuml;ssen die Tasks mit einem Etikett versehen werden:</p>
<ul>
<li>wichtig oder unwichtig?</li>
<li>dringend  oder nicht dringend?</li>
</ul>
<p>&#8216;Wichtig&#8217; bezieht sich auf den Inhalt, auf das Sachliche. Wichtige Aufgaben bringen Sie dem Ziel ein St&uuml;ck n&auml;her.<br />
&#8216;Dringend&#8217; ist eine zeitliche Eigenschaft. Hier geht es um Termine und Fristen. Wenn Sie Fristen einhalten, kann Nutzen entstehen.</p>
<p>Diese Eigenschaften k&ouml;nnen nun leicht dargestellt werden, und in dieser Form haben Sie das Eisenhower-Fenster wohl bereits gesehen:</p>
<p><img src="http://www.sinncoach.com/blog/wp-content/uploads/eisenhower_1.jpg" alt="Eisenhower-Fenster" width="410" height="351"></p>
<p>Damit haben Sie sofort eine Entscheidungshilfe zur Hand, mit der Sie Ihre Aufgaben effizient auf die Reihe kriegen.</p>
<p>Unwichtig und nicht dringend? Nein sagen oder Papier in den Korb werfen. Auch wenn es schwer f&auml;llt. Und manchmal f&auml;llt es sehr schwer &#8230;<br />
Unwichtig, aber dennoch dringend? Wem k&ouml;nnen Sie die Aufgabe anvertrauen?<br />
Wichtig, aber nicht dringend? In die Terminplanung aufnehmen und daf&uuml;r sorgen, dass es klingelt, wenn es so weit ist.<br />
Wichtig und dringend? Jetzt gleich anpacken.</p>
<p>Im t&auml;glichen Trubel ist es nicht so einfach, sich an ein solches Schema zu halten. Darum ist es vielleicht gut, das Eisenhower-Fenster mit konkreten Situationen und den dazu geh&ouml;renden T&auml;tigkeiten auszustatten. Dadurch kann das Schema etwas lebendiger werden. Und was lebendig ist, macht mehr Eindruck.</p>
<p><img src="http://www.sinncoach.com/blog/wp-content/uploads/eisenhower_2.jpg" alt="Eisenhower-Fenster Taetigkeiten" width="410" height="353"></p>
<p>Und was den Trubel anbelangt: manchmal ist es auch gut, einen Moment innezuhalten und sich zu &uuml;berlegen: es geht nicht nur um meine Arbeitszeit - es geht auch um meine Lebenszeit. Womit will ich die eigentlich verbringen? Wo soll mich mein Erfolg hinf&uuml;hren?</p>
<p>Nach dieser &Uuml;berlegung ist es vielleicht n&ouml;tig, einige Dinge auf Wichtigkeit und Dringlichkeit zu &uuml;berpr&uuml;fen. Aber daf&uuml;r gibt es ja schlie&szlig;lich das Eisenhower-Fenster.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8216;Confirmation Bias&#8217;? Es geht auch ohne Kampf</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/06/25/confirmation-bias-es-geht-auch-ohne-kampf/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 20:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Confirmation Bias]]></category>

		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[	Wann ist Ihnen das zuletzt untergekommen? Es ist notwendig geworden, einige Formulare zu &#228;ndern und mit neuen Feldern zu versehen. Sie erl&#228;utern Ihrem Mitarbeiter die Gr&#252;nde und bitten Ihn, die &#196;nderungen vorzunehmen. Und das erste, das Sie h&#246;ren, ist: &#8216;Ja, aber &#8230;&#8217; Obwohl es eigentlich eine Kleinigkeit ist, bekommen Sie eine Menge Widerstand zu sp&#252;ren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>	Wann ist Ihnen das zuletzt untergekommen? Es ist notwendig geworden, einige Formulare zu &auml;ndern und mit neuen Feldern zu versehen. Sie erl&auml;utern Ihrem Mitarbeiter die Gr&uuml;nde und bitten Ihn, die &Auml;nderungen vorzunehmen. Und das erste, das Sie h&ouml;ren, ist: &#8216;Ja, aber &#8230;&#8217; Obwohl es eigentlich eine Kleinigkeit ist, bekommen Sie eine Menge Widerstand zu sp&uuml;ren - und nach l&auml;ngerer, zunehmend gereizter Diskussion bleibt Ihnen nur noch &uuml;brig, Ihre Autorit&auml;t als Chef einzusetzen.<br />
Was ist passiert?<span id="more-99"></span></p>
<p>Um solches erkennen und abfangen k&ouml;nnen, ist es gut, eine kleine Unterscheidung zu treffen. Die traditionelle Kommunikation funktioniert folgenderma&szlig;en:</p>
<ul>
<li>Definiere das Problem</li>
<li>Analysiere die Umst&auml;nde und die L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten</li>
<li>Empfehle eine L&ouml;sung</li>
</ul>
<p>Das kennen wir alle. Es ist das erste, was uns in den Sinn kommt, wenn wir auf etwas einwirken wollen. Es entspricht dem, wie unser Verstand funktioniert, und es ist ein vielversprechender Ansatz, wenn die Menschen, denen wir die Botschaft &uuml;bermitteln, es auch von sich aus h&ouml;ren wollen.</p>
<p>Wenn aber Ihr Ziel ist, dass Ihr Gespr&auml;chspartner sein Verhalten &auml;ndert, etwas bestimmtes auf eine andere Art als bisher tut, dann merken Sie sofort: diese &#8216;alte&#8217; Kommunikation n&uuml;tzt hier nichts - ja, sie macht die Situation manchmal nur noch schlimmer.</p>
<p>Menschen, die nicht mit Ihnen einverstanden sind oder bereits andere, eigene Ideen haben, werden auf Ihre Gr&uuml;nde nicht eingehen. Sie werden auf ihren alten Gewohnheiten und Verhaltensweisen bestehen. Es ist ein ganz &#8216;normales&#8217;, ein menschliches Ph&auml;nomen. Im Englischen nennt man das &#8216;Confirmation Bias&#8217;: wir tendieren dazu, Dinge, die mit unseren Ansichten &uuml;bereinstimmen oder unsere bereits bestehenden Meinungen best&auml;rken, f&uuml;r bedeutungsvoller zu halten, als jene, die dem widersprechen. Das zu wissen und auch richtig darauf zu reagieren ist die Aufgabe jeder F&uuml;hrungskraft.</p>
<p>Dieses abwehrende Verhalten wird gef&ouml;rdert durch stark hierarchische Strukturen im Unternehmen. Und sie ist am st&auml;rksten, wenn Sie als Chef sehr selbstbewusst auftreten. Aber darum geht es nat&uuml;rlich nicht wirklich. Solchem Widerstand erfolgreich entgegentreten k&ouml;nnen Sie, wenn Sie in diese Kontroverse nicht zu viel Information auf einmal hineingeben und der Verst&auml;ndigung gen&uuml;gend Zeit geben. Und wenn Sie so weit gekommen sind, auf kritische Einw&auml;nde auch wirklich zu h&ouml;ren und wenn Sie nicht von vornherein als der Alleinentscheider auftreten; wenn Sie die Dinge so transparent her&uuml;berbringen k&ouml;nnen, dass sich so etwas wie eine gemeinsame Entscheidungsfindung einstellen kann, dann l&ouml;st sich der Widerstand schnell in einer Atmosph&auml;re gegenseitiger Wertsch&auml;tzung auf.</p>
<p>Irgendwie ist es ja auch klar: es geht nicht um Fakten, sondern es geht um Pers&ouml;nlichkeit.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie gro&#223; ist Ihre Insel?</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/04/30/wie-gro-ist-ihre-insel/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 21:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Gelassenheit]]></category>

		<category><![CDATA[sfumato]]></category>

		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>

		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist sie so klein wie ein Standpunkt? Oder hatten Sie schon Gelegenheit, die Fl&#228;che gr&#246;&#223;er zu machen?
Wenn Sie eine sehr kleine Insel haben, dann m&#252;ssen Sie dem Bewohner einer anderen Insel schon ziemlich nahe stehen, dass sie ihn verstehen und annehmen, dass Sie seine Argumente akzeptieren k&#246;nnen. Wenn seine Insel aber weiter weg ist, dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist sie so klein wie ein Standpunkt? Oder hatten Sie schon Gelegenheit, die Fl&auml;che gr&ouml;&szlig;er zu machen?<span id="more-93"></span><br />
Wenn Sie eine sehr kleine Insel haben, dann m&uuml;ssen Sie dem Bewohner einer anderen Insel schon ziemlich nahe stehen, dass sie ihn verstehen und annehmen, dass Sie seine Argumente akzeptieren k&ouml;nnen. Wenn seine Insel aber weiter weg ist, dann werden Ihnen seine &Uuml;berzeugungen fremd und bedenklich, ja, vielleicht sogar bedrohlich vorkommen.</p>
<p>Leonardo da Vinci &uuml;bernahm den Kunstgriff des &sbquo;sfumato&rsquo;, also des Nebligen und Unklaren, von einem anderen Maler und machte es zum zentralen Stilmittel seiner Malerei. Er machte dieses sfumato aber auch zu einem seiner sieben Prinzipien, die er seiner Arbeit und &uuml;berhaupt seinem Leben zugrunde legte.<br />
Unter dem Nebligen verstand er die F&auml;higkeit, die eigenen &Uuml;berzeugungen und Meinungen von ihrer Starre zu erl&ouml;sen und sie auch mal in Frage zu stellen - um gegen die Meinungen anderer nicht ank&auml;mpfen zu m&uuml;ssen. Er z&auml;hlte das &#8216;Nicht-Wissen&#8217; und das &#8216;vielleicht-niemals-Wissen&#8217; deshalb zu den K&ouml;nigsdisziplinen des menschlichen Geistes.</p>
<p>Milton Rokeach (1918 &ndash; 1988), ein amerikanischer Sozialpsychologe, hat genau diese Einsicht in neuzeitlicher Sprache ausgedr&uuml;ckt, indem er einmal auf die Wechselwirkung hingewiesen hat zwischen der inneren Sicherheit eines Menschen und seiner F&auml;higkeit, abweichende Ansichten und Meinungen ertragen zu k&ouml;nnen. Und auch er hielt dies f&uuml;r eine der grundlegenden geistigen Begabungen des Menschen.<br />
Er sagt damit: je selbstsicherer ein Mensch ist, desto besser kann er die &#8216;kognitive Dissonanz&#8217; ertragen. Das ist der Stress, der entsteht, wenn er mit einer abweichenden Meinung konfrontiert wird.<br />
Und nat&uuml;rlich umgekehrt:<br />
Je gr&ouml;&szlig;er die eigene Insel ist, desto mehr Raum &bdquo;hat&ldquo; er, desto weniger leicht f&uuml;hlt er sich durch abweichende Standpunkte, Meinungen etc. &bdquo;in die Enge getrieben&ldquo;, desto weniger erscheint es ihm als Bedrohung.</p>
<p>Je mehr also jemand daran arbeitet, seine Insel, und damit seinen Horizont, zu erweitern, desto f&auml;higer wird er, mit Dissonanz, also mit Konflikten umzugehen. Das verhilft ihm zu mehr Sicherheit.</p>
<p>Und wahrscheinlich auch zu mehr Gelassenheit.</p>
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		<title>Drogen für die Kinder?</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/03/25/drogen-fur-die-kinder/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 13:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[ADS]]></category>

		<category><![CDATA[Ritalin]]></category>

		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesen Tagen gehen merkw&#252;rdige Nachrichten durch die Schweizerische Presse. Da ist die Rede von Lehrern, die darauf pochen, dass &#8216;auff&#228;lligen&#8217; Kindern das Medikament Ritalin verabreicht wird. Jetzt ist bekannt geworden, dass überforderte Lehrer mindestens in einigen F&#228;llen die Versetzung oder die Teilnahme an Schulanl&#228;ssen wie Lagern oder Wanderungen von einer Medikation der Kinder abh&#228;ngig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen gehen merkw&uuml;rdige Nachrichten durch die Schweizerische Presse. Da ist die Rede von Lehrern, die darauf pochen, dass &#8216;auff&auml;lligen&#8217; Kindern das Medikament Ritalin verabreicht wird. Jetzt ist bekannt geworden, dass überforderte Lehrer mindestens in einigen F&auml;llen die Versetzung oder die Teilnahme an Schulanl&auml;ssen wie Lagern oder Wanderungen von einer Medikation der Kinder abh&auml;ngig machen und damit Druck auf die Eltern aus&uuml;ben.<span id="more-85"></span><br />
Erst jetzt kommt an die &Ouml;ffentlichkeit, dass solches in den letzten Jahren nicht sehr h&auml;ufig, aber doch immer wieder vorgekommen ist. Eltern, die sich mit der erzwungenen Medikation nicht abfinden wollen, sind gezwungen, sich auf juristischem Wege zu wehren.</p>
<p>Wir wissen alle, dass dasjenige, was uns die Medien servieren, immer nur h&ouml;chstens die halbe Wahrheit ist - nicht weil die Medien die Unwahrheit sagen w&uuml;rden, sondern weil meist nur die H&auml;lfte der Umst&auml;nde bekannt ist und weil die Dinge meistens viel komplizierter sind, als unsere kurzgebundene Aufmerksamkeit zun&auml;chst ahnt. Bei einem solchen Thema ist das wahrscheinlich erst recht so.</p>
<p>Zwangsmedikation von tobenden Kindern? Die &Auml;mter dementieren nat&uuml;rlich, und verweisen auf die &uuml;blichen Sicherheitsregeln. Sie lassen verlautbaren, dass es f&uuml;r den Umgang mit &#8216;auff&auml;lligen Kindern&#8217; keine Richtlinien gibt, &#8220;unabh&auml;ngig ob es sich um ein ADHS-Kind handelt oder nicht, ob mit Ritalin oder ohne&#8221;. (Volksschulamt Z&uuml;rich) Sie sagen aber auch, dass die Verantwortung bei den Lehrern liegt, und dass die Lehrer durchaus Verbote  aussprechen k&ouml;nnen. Sie argumentieren dabei unter anderem mit dem erh&ouml;hten Unfallrisiko.</p>
<p>Nun, wer schon einmal eine Klasse mit aufgedrehten, kopflosen und chaotischen Sch&uuml;lern erlebt hat, der wei&szlig;, dass das f&uuml;r die Lehrer kein Zuckerschlecken ist. Und dass solche Kinder nicht nur nerven k&ouml;nnen und f&uuml;r das Umfeld eine gro&szlig;e Belastung sind, sondern auch tats&auml;chlich gr&ouml;&szlig;eren Gefahren ausgesetzt sind als die ruhigeren Kameraden, vor allem bei Klassenreisen, das wird niemand ernsthaft bestreiten wollen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es aber gut zu wissen, dass bei der Diagnose von ADS (5 - 10% der Kinder) sich nicht nur alle Interessensgruppen, sondern auch die &Auml;rzte uneinig sind. Und auch die Ph&auml;nomene k&ouml;nnen sehr unterschiedlich sein: Bei manchen Kindern steht die motorische Unruhe im Vordergrund, bei anderen das Vertr&auml;umte, bei wieder anderen die ungebremste Impulsivit&auml;t, die zu st&auml;ndigen Konflikten f&uuml;hrt.</p>
<p>Also: was ist ADS &uuml;berhaupt? Und wo setzt der Lehrer die Messlatte an? Werden die Diagnosen vom Kulturkreis, in dem wir leben, beeinflusst? Wie kann ich den Lehrer verstehen? Ist er an der Grenze seiner F&auml;higkeiten und seiner Geduld angelangt? K&ouml;nnen ihm die Zust&auml;nde nicht mehr zugemutet werden? Oder will er einfach m&ouml;glichst bequeme Normkinder in der Klasse haben? Wer kann das &uuml;berhaupt beurteilen? Ist es so, wie gelegentlich alarmierte Eltern sagen, dass die Kinder halt manchmal schwierigere Phasen durchmachen, lebendiger oder gar rebellischer sind, und dass man als Lehrer mit aller dieser Problematik umgehen k&ouml;nnen muss? Auch ohne den Kindern Ritalin verschreiben zu wollen?<br />
In freier Abwandlung eines ber&uuml;chtigten Pers&ouml;nlichkeits-Tests k&ouml;nnte man sagen: sei du so wie ich, und dann bist du normal. (Szondi)<br />
Das ist lustig und schaurig zugleich.</p>
<p>Verschreiben kann Ritalin jeder Hausarzt. Damit aber die Versicherung in der Schweiz die anfallenden Kosten tr&auml;gt, muss ADS  bis zum 9. Lebensjahr eines Kindes erkannt und als ein angeborenes Gebrechen diagnostiziert werden. Und das ist nur eine Seite der Medaille. Ritalin kann n&auml;mlich bei Falschdosierung Nebenwirkungen hervorrufen, die schlimmer als das eigentliche ADS sind. Offensichtlich warnen viele aus gutem Grund vor einer allzu hemds&auml;rmeligen Verschreibungspraxis.</p>
<p>Kinder&auml;rzte dr&uuml;cken sich da ganz vorsichtig aus. Sie sind besonnen und sagen, dass kein Kind allein aufgrund eines Vorschlags von Lehrpersonen mit Medikamenten behandelt werden d&uuml;rfe. &#8220;Es braucht eine &auml;rztliche Verschreibung, beispielsweise von einem Kinderarzt oder einem Kinderpsychiater&#8221;, sagt Daniel Frey, Kinderarzt und Direktor der Schulgesundheitsdienste der Stadt Z&uuml;rich.</p>
<p>So weit, so gut. Wenn aber im Interesse einer &auml;u&szlig;eren Sicherheit die Abgabe von Medikamenten mit Sanktionen erzwungen werden soll, dann wird es nicht ausbleiben, dass Eltern auf die Barrikaden gehen und sich wehren. Sie werden argumentieren mit Gleichmacherei und staatlicher Repression. Und sie werden darauf hinweisen, dass Staat und Beh&ouml;rden die zwangsweise Verordnung von Drogen f&ouml;rdern. Ritalin wird ja schlie&szlig;lich auf dem Schwarzmarkt als Aufputschmittel gehandelt.</p>
<p>Quelle unter anderem:<br />
<a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Kein-Ritalin-keine-Schulreise/story/21281735">Basler Zeitung http://bazonline.ch/schweiz/standard/Kein-Ritalin-keine-Schulreise/story/21281735</a></p>
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		<title>Was habe ich mit meinem Chef zu tun? - Gedanken zu Schule und Beruf</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/02/22/was-habe-ich-mit-meinem-chef-zu-tun-gedanken-zu-schule-und-beruf/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 19:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Beziehug]]></category>

		<category><![CDATA[Bonus]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Monaten fand in einem Kanton in der Schweiz (Basel-Landschaft) eine Volksabstimmung &#252;ber eine Revision des Schulsystems statt. Ein Verein hatte eine Initiative mit dem Titel &#8216;Freie Schulwahl f&#252;r alle&#8217; lanciert. Das Ziel war, die Wahl der Schule innerhalb des staatlichen Schulsystems vom geltenden territorialen Prinzip zu befreien und andererseits auch die anerkannten nichtstaatlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Monaten fand in einem Kanton in der Schweiz (Basel-Landschaft) eine Volksabstimmung &uuml;ber eine Revision des Schulsystems statt. Ein Verein hatte eine Initiative mit dem Titel &#8216;Freie Schulwahl f&uuml;r alle&#8217; lanciert. Das Ziel war, die Wahl der Schule innerhalb des staatlichen Schulsystems vom geltenden territorialen Prinzip zu befreien und andererseits auch die anerkannten nichtstaatlichen Schulen ins System einzubinden und vom Staat, also hier vom Kanton und den Gemeinden, finanzieren zu lassen. Eines der zentralen Argumente des Vereins war die Vielfalt: unterschiedliche Kinder brauchen unterschiedliche Schulen.<span id="more-80"></span></p>
<p>In der Tat berichten alle Fachleute, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, &uuml;bereinstimmend, dass sich die Situation in den letzten Jahrzehnten sehr stark ver&auml;ndert hat. Die Kinder sind anders geworden. Sie treten fr&uuml;her und ausgepr&auml;gter als Individuen in Erscheinung. Ihre Interessen und auch ihre Lernf&auml;higkeit gehen innerhalb ein und derselben Altersklasse sehr viel weiter auseinander als noch in der Generation vorher. Sie wirken fr&uuml;her reif und autonom - auch wenn sie gleichzeitig auch empfindlicher und zuwendungsbed&uuml;rftiger sind. Das sind Verallgemeinerungen, nat&uuml;rlich. Dennoch sind die beschriebenen Ver&auml;nderungen offensichtlich, ganz gleich, ob  Positives oder eben Negatives daraus entsteht. Ganz allgemein spricht man von einer Individualisierung, die in der Gesellschaft ganz generell ja auch zu beobachten ist.</p>
<p>Remo Largo, ein bekannter Kinderarzt und Forscher am Kinderspital in Z&uuml;rich, gilt als einer der radikalen Kritiker des bestehenden Schulsystems. Nicht weil die Schule an sich nicht in Ordnung w&auml;re, sondern weil sie auf die Ver&auml;nderung der Individualit&auml;t nicht wirklich individuell reagiert. Er hat diese Ver&auml;nderungen in drei&szlig;igj&auml;hriger Foschung nat&uuml;rlich hautnah mitbekommen. Er hat genau untersucht und beschrieben, dass die Kinder sehr unterschiedlich geworden sind und im selben Alter keineswegs dieselbe Auffassungsgabe haben - und deshalb auch nicht einfach fl&auml;chendeckend denselben Schulstoff brauchen. Largo pl&auml;diert also f&uuml;r die Individualisierung des Unterrichts.</p>
<p>Er geht aber in der Systemkritik noch weiter: Dass die Selektion nur mit Leistungs- und Notendruck aufrecht erhalten werden kann, wissen wir alle. Es entsteht dadurch so etwas wie eine Hierarchie unter den Lernenden - eine konkurrenzbasierte Hierarchie. Dass hier eine Entwicklung zu gemeinschaftlichem Handeln nicht wirklich m&ouml;glich ist, scheint einleuchtend zu sein. Nach Largo hat das aber auch auf die Qualit&auml;t der Integration einen Einfluss - und damit auch auf das Gegenteil: auf die Ausgrenzung. Und die steht mit der Gewaltbereitschaft in direktem Zusammenhang.<br />
Und die Lernf&auml;higkeit? Die Fachleute, die sich damit besch&auml;ftigt haben, sagen weltweit alle dasselbe: Grundlage ist die pers&ouml;nliche Beziehung zwischen der Lehrperson und dem Lernenden. Diese Beziehung ist die Grundlage f&uuml;r das Lernen. Remo Largo geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt: die Kindern binden sich praktisch genau so stark an die Lehrperson wie an die Eltern.<br />
Selbst wenn dies nur f&uuml;r die unteren Alterskategorien gelten sollte: es bringt an den Konzepten von computergest&uuml;tzten Lernen, von Fr&uuml;henglisch und Fr&uuml;hchinesisch ein gro&szlig;es Fragezeichen an. Also wie ist das? Sollen die Lehrpersonen F&auml;cher unterrichten oder doch lieber Kinder?</p>
<p>Man k&ouml;nnte doch sagen: dies alles interessiert ja doch nur Eltern mit schulpflichtigen Kindern und vielleicht noch Bildungsreformer. Aber ist es nicht auch eine genaue Analogie des Berufslebens? Hier geht es zwar nicht in erster Linie um ein Lernen, sondern um das Einbringen von Kenntnissen und Erfahrungen in einen laufenden Prozess. im &uuml;brigen stehen die Dinge aber ziemlich genauso: die beruflichen Laufbahnen der Mitarbeiter werden immer vielf&auml;ltiger und unkonventioneller. Kaum jemand, der noch einen linearen Ausbildungsweg hinter sich h&auml;tte - vom vielf&auml;ltigen Know-how aus unterschiedlichen T&auml;tigkeiten ganz zu schweigen. Was die Konkurrenz und den Leistungsdruck betrifft: so lange die Mitarbeiter gegeneinander arbeiten statt miteinander, so lange mit ausgekl&uuml;gelten Bonussystemen eine k&uuml;nstliche Hierarchie aufgebaut wird, ist an eine echte und solidarische Unternehmenskultur nicht zu denken - und damit bleiben auch entscheidende Leistungspotentiale auf der Strecke. Innere Konkurrenz verursacht innere L&auml;hmung. Warum nur ist das so schwer zu verstehen?<br />
Und noch mehr: genau so wie in der Schule h&auml;ngt das Interesse und das Engagement - pardon: das commitment - von Bezugspersonen ab. Ein wenig von den direkten Arbeitskollegen, vor allem aber - vom Chef. Er hat direkten Einfluss darauf, ob seine Mitarbeiter wirksam arbeiten und Leistung erbringen oder ob sie nur f&uuml;r sich schauen. Oder ob sie innerlich schon gek&uuml;ndigt haben. Der Einfluss ist aber nicht fachlicher Natur und h&auml;ngt auch nicht von der Befehlsgewalt und der Autorit&auml;t ab, sondern von der Qualit&auml;t der pers&ouml;nlichen Beziehung, die der Chef zu seinen Mitarbeitern hat. Oder eben nicht hat.</p>
<p>Ob der Chef das wei&szlig;?</p>
<p>Ach übrigens: die Initiative &#8216;Freie Schulwahl f&uuml;r alle&#8217; wurde abgelehnt. Haushoch.</p>
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		<title>Ich will doch nur glücklich sein.</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2009/01/01/ich-will-doch-nur-glucklich-sein/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 15:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Glück]]></category>

		<category><![CDATA[Vorsatz]]></category>

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		<description><![CDATA[Roland Kopp-Wichmann betitelt seinen Blogbeitrag vom 26. Dezember 2008 folgendermaßen: &#8220;Warum Sie sich Ihre guten Vorsätze für’s neue Jahr sparen können.&#8221; (Zum Artikel) 
Er zeigt dort, warum aus vielen Vorsätzen nichts wird, ja, nichts werden kann. Einmal, weil die Vorsätze nicht konkret als messbare Ziele definiert sind sondern eher wie nette Ideen daherkommen; dann weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roland Kopp-Wichmann betitelt seinen Blogbeitrag vom 26. Dezember 2008 folgendermaßen: &#8220;Warum Sie sich Ihre guten Vorsätze für’s neue Jahr sparen können.&#8221; <a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/793/warum-sie-sich-ihre-guten-vorsaetze-fuers-neue-jahr-sparen-koennen">(Zum Artikel) </a><br />
Er zeigt dort, warum aus vielen Vorsätzen nichts wird, ja, nichts werden kann. Einmal, weil die Vorsätze nicht konkret als messbare Ziele definiert sind sondern eher wie nette Ideen daherkommen; dann weil sie möglicherweise gar nicht von einem selber kommen, sondern vielleicht vom Partner ond sonst jemandem; oder dann, weil der Vorsatz keine absehbare Belohnung enthält.<br />
Was ist denn diese Belohnung?<br />
Wer sich etwas vornimmt, der möchte etwas ändern. Meist geht es um die eigenen Gewohnheiten. Aber wozu? <span id="more-64"></span><br />
Ob jemand mit dem Rauchen aufhören oder abnehmen will, letztlich geht es ihm darum, sich wohler zu fühlen, zufriedener zu sein mit sich selber. So lange es sich nicht darum dreht, etwas vermeiden zu wollen, ist das doch nichts anderes als - glücklich sein zu wollen.<br />
Hier versteckt sich ein weiterer Grund dafür, warum aus Vorsätzen nichts wird: man kann es nicht wollen, glücklich zu sein.</p>
<p>Er war nachdenklich und angespannt. Er hatte seine Arme verschränkt, und es dauerte eine ganze Weile, bevor er wieder etwas sagte.<br />
&#8220;Wissen Sie &#8230; &#8221; Es klang etwas zögerlich. &#8221; &#8230; ich bin nicht zufrieden mit mir. Sie haben ja gehört, was mich alles quält. Was könnte ich tun, um glücklich zu werden?&#8221;<br />
Sie überlegte einen Moment und sagte dann: &#8220;Ich bin sicher, dass es auch in Ihrem Alltag Momente gibt, wo sie glücklich sind, und wenn es nur für Augenblicke ist.&#8221;<br />
Er schien überrascht, sagte aber zunächst nichts. &#8220;Ich weiß nicht,&#8221; meinte er schließlich, &#8220;Vielleicht bin ich dann am zufriedensten, wenn ich mich mit etwas beschäftige.&#8221;<br />
Hier hakte sie ein. &#8220;Wie meinen Sie das?&#8221;<br />
&#8220;Na ja, wenn ich selber etwas tu&#8217; und nicht abgelenkt werde &#8230; Lassen Sie mich überlegen.&#8221; Er beugte sich vor, stützte seine Ellenbogen auf die Kniee und verschränkte seine Finger. Seine Stimme klang jetzt etwas klarer. &#8220;Wissen Sie, ich habe jetzt gerade daran gedacht, dass es sehr gut tut, wenn ich mich auf etwas einlasse und dann auch dabei bleibe. Neulich hat mich ein Kollege darum gebeten, ihm bei der Formulierung von Texten für einen Prospekt zu helfen. Das ist ja nicht unbedingt meine Stärke, und ich musste mich ziemlich konzentrieren. Ich denke aber, dass ich einige ganz gute Wendungen hingekriegt habe. Hinterher war ich ganz fröhlich.&#8221;<br />
&#8220;Wo kam denn Ihre Zufriedenheit her?&#8221; fragt sie.<br />
&#8220;Wieso? Das ist doch klar: ich habe ja schließlich etwas getan, und ich musste mich anstrengen dafür.&#8221;<br />
Sie sagte nur: &#8220;Aha.&#8221;<br />
Er richtete sich wieder auf. &#8220;Ist denn das schon so etwas wie glücklich sein?&#8221;<br />
&#8220;Ich glaube schon.&#8221; meinte sie. &#8220;Aber noch einmal: wo kam denn Ihre Zufriedenheit her?&#8221;<br />
&#8220;Ich weiß gar nicht. Vieleicht war ich einfach zufrieden, weil ich etwas sinnvolles getan und damit jemandem geholfen habe. Dabei war es nicht wirklich angenehm, da mitzuarbeiten - und trotzdem war ich im nachhinein richtig fröhlich.&#8221;</p>
<p>Gerade im Hinblick auf die Belohnungen - sagen wir, im Hinblick auf gute Gefühle - zeigt Kopp-Wichmann, dass die &#8216;Belohnugsgefühle&#8217; im Umgang mit einer bestimmten Sache abnehmen, weniger werden, weil sie zur Gewohnheit werden. Bei zwei Dingen im Leben gilt dies aber nicht: bei geliebten Tätigkeiten, und bei Beziehungen.<br />
Der Dialog hat aber auch gezeigt, dass auch weniger geliebte und vielleicht sogar unbequeme Tätigkeiten erfüllend sein können - wenn sie sinnvoll sind und wenn wir uns ganz einlassen können auf sie. Zufrieden sein, glücklich sein - das ist ein Erfolg. Das heißt aber: sie er-folgen. Sie sind Folge von etwas. Dieses etwas hat meistens mit Sinn zu tun. Mit dem, was mir wertvoll ist. Das bedeutet aber auch: ich kann das Glück gar nicht direkt ansteuern. Wenn ich das tue, dann entgleitet es mir.</p>
<p>Möge dies ein Wegweiser sein für unsere guten Vorsätze am Anfang des neuen Jahres: Wir können es nicht wollen, glücklich zu sein. Wenn wir aber über uns selbst hinaus tätig werden, kann sich das Glück einstellen, fast wie von selbst. Ist das nicht ein Wunder?</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Philosophische Werbung</title>
		<link>http://www.sinncoach.com/blog/2008/10/22/philosophische-werbung/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 20:17:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sinncoach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>

		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit habe ich einmal in einem Artikel &#252;ber die Mediengewohnheiten von Jugendlichen folgendes Statement eines P&#228;dagogen gelesen: &#8220;Das Selbstwertgef&#252;hl heutiger Teenager ist direkt abh&#228;ngig von der Anzahl Anrufe und SMS, die sie jeden Tag von ihren Kumpels erhalten.&#8221;

Im ersten Moment kam mir das etwas &#252;berspitzt vor - nach einer Weile aber bin ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich einmal in einem Artikel &uuml;ber die Mediengewohnheiten von Jugendlichen folgendes Statement eines P&auml;dagogen gelesen: &#8220;Das Selbstwertgef&uuml;hl heutiger Teenager ist direkt abh&auml;ngig von der Anzahl Anrufe und SMS, die sie jeden Tag von ihren Kumpels erhalten.&#8221;<br />
<span id="more-61"></span><br />
Im ersten Moment kam mir das etwas &uuml;berspitzt vor - nach einer Weile aber bin ich doch ein wenig ins Gr&uuml;beln gekommen. Ich gehe ja auch davon aus, dass ein Mobiltelefon f&uuml;r Jugendliche in erster Linie ein Statussymbol ist. Noch viel mehr als f&uuml;r Erwachsene. Die Features, die so ein Ger&auml;t mittlerweile bietet, sind sehr vielseitig geworden. Bei einem der besonders gut ausgestatteten Modelle hie&szlig; es mal in einer Werbung: &#8216;Nur Kaffe kochen kann es nicht.&#8217; Ob die Funktionsvielfalt auch genutzt wird und was f&uuml;r Inhalte dann &uuml;ber die Kommunikationskan&auml;le vermittelt werden, das ist dann jeweils eine andere Frage. Dass man aber &uuml;berhaupt kontaktiert wird, das zeugt eindeutig - von Ansehen. Naja, vielleicht sollte man heute sagen: von &#8216;Ansimsen&#8217;.</p>
<p>Heute habe ich in einer Bahnhofshalle eine ganz neue Werbung eines Mobilfunkanbieters gesehen, die diesen Punkt noch einmal ganz pointiert hervorhebt. Die Botschaft des gro&szlig;formatigen Werbeplakats lautet: &#8220;Ich bin wer ich bin durch die anderen.&#8221;<br />
Als ich das las, bin ich ein wenig erschrocken, und es hat mich nachdenklich gemacht. Was ist daran wahr?</p>
<p>Was erst einmal r&uuml;berkommt: Es ist wichtig, dass ich von meinen Kumpanen angesprochen und respektiert werde. Dadurch bin ich dabei, bin Mitglied der Gang. Und damit kann ich auch vor mir selber wichtig sein. <br />
Die Werbung sagt mir aber auch: Ich bin so, wie mich die anderen haben wollen. wie sie mich sehen. Ich werde dadurch ein anderer. Das betrifft nicht nur mein Ansehen, das betrifft geradezu meine Existenz. Durch das Ansehen werde ich &uuml;berhaupt jemand. Wie soll ich sagen? Meine Interessen, meine Neigungen, meine Art zu denken und meine Haltung der Welt gegen&uuml;ber ver&auml;ndern sich nicht nur durch die anderen. Sie <em>entstehen</em> durch den Einfluss der anderen.</p>
<p>Hier komme ich nicht mehr mit. Da wehrt sich in mir etwas. Ich bin doch selber jemand. Ich habe doch meine eigene Art. Oder meine ich das nur?</p>
<p>Das Verwirrende dabei ist: Unter einem bestimmten, n&auml;mlich dem biografischen Gesichtspunkt steckt da eine gewisse Wahrheit drin. Lebensl&auml;ufe sind wesentlich gepr&auml;gt von Begegnungen, von Beziehungen zu anderen Menschen, die in einem bestimmten Augenblick unseres Lebens auf irgend eine Art entscheidende Hinweise geben. Manchmal sind die Konsequenzen solcher Beziehungen erfreulich und fruchtbar. Manchmal sind sie einfach nur furchtbar. Aber wir alle sind, wenn wir der Sache nur gewissenhaft genug nachgehen, be-eindruckt von anderen - permanent im Alltag ein wenig; bestimmend und manchmal fast schon schicksalhaft an einzelnen Wendepunkten unseres Lebens.<br />
Nur - das ist keine wirkliche Beeinflussung. Die wichtigen Begegnungen wecken etwas eigenes in uns. Etwas, was vorher schon in uns war, wird dadurch wach oder st&auml;rker. So schildern es alle, die sich, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, mit dem eigenen Lebenslauf befasst haben.<br />
Damit ist der Werbespruch &#8216;ich bin wer ich bin durch die anderen&#8217;  endg&uuml;ltig unhaltbar geworden. Zugegeben: nur gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ig; wirklich widerlegen kann ich ihn nicht &#8230; Und ich bin auch darauf gekommen, warum nicht: es handelt sich um eine Halbwahrheit. Und eine solche ist bekanntlich gef&auml;hrlicher als eine L&uuml;ge. Auch wenn sie ganz im Verborgenen wirkt.</p>
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