Zsolt Joanovits, Business Coach, Supervisor, Therapeut, .Home
Business Coaching, Life Coaching, Seminare .Leistungen
Psychotherapie, Logothreapie, Imagination .Wissenschaft
Zielweg, Obrecht,Homöopathie, Irisdiagnose, Palm, Polarity, Focusing, .Wir über uns
Dialogon GmbH, Dornach, Schweiz, .Kontakt

[ Wertschöpfung durch innovative Unternehmenskultur ]

30. April 2009

Wie groß ist Ihre Insel?

Abgelegt unter: News — Tags:, , , — sinncoach @ 11:10 pm

Ist sie so klein wie ein Standpunkt? Oder hatten Sie schon Gelegenheit, die Fläche größer zu machen?
Wenn Sie eine sehr kleine Insel haben, dann müssen Sie dem Bewohner einer anderen Insel schon ziemlich nahe stehen, dass sie ihn verstehen und annehmen, dass Sie seine Argumente akzeptieren können. Wenn seine Insel aber weiter weg ist, dann werden Ihnen seine Überzeugungen fremd und bedenklich, ja, vielleicht sogar bedrohlich vorkommen.

Leonardo da Vinci übernahm den Kunstgriff des ‚sfumato’, also des Nebligen und Unklaren, von einem anderen Maler und machte es zum zentralen Stilmittel seiner Malerei. Er machte dieses sfumato aber auch zu einem seiner sieben Prinzipien, die er seiner Arbeit und überhaupt seinem Leben zugrunde legte.
Unter dem Nebligen verstand er die Fähigkeit, die eigenen Überzeugungen und Meinungen von ihrer Starre zu erlösen und sie auch mal in Frage zu stellen - um gegen die Meinungen anderer nicht ankämpfen zu müssen. Er zählte das ‘Nicht-Wissen’ und das ‘vielleicht-niemals-Wissen’ deshalb zu den Königsdisziplinen des menschlichen Geistes.

Milton Rokeach (1918 – 1988), ein amerikanischer Sozialpsychologe, hat genau diese Einsicht in neuzeitlicher Sprache ausgedrückt, indem er einmal auf die Wechselwirkung hingewiesen hat zwischen der inneren Sicherheit eines Menschen und seiner Fähigkeit, abweichende Ansichten und Meinungen ertragen zu können. Und auch er hielt dies für eine der grundlegenden geistigen Begabungen des Menschen.
Er sagt damit: je selbstsicherer ein Mensch ist, desto besser kann er die ‘kognitive Dissonanz’ ertragen. Das ist der Stress, der entsteht, wenn er mit einer abweichenden Meinung konfrontiert wird.
Und natürlich umgekehrt:
Je größer die eigene Insel ist, desto mehr Raum „hat“ er, desto weniger leicht fühlt er sich durch abweichende Standpunkte, Meinungen etc. „in die Enge getrieben“, desto weniger erscheint es ihm als Bedrohung.

Je mehr also jemand daran arbeitet, seine Insel, und damit seinen Horizont, zu erweitern, desto fähiger wird er, mit Dissonanz, also mit Konflikten umzugehen. Das verhilft ihm zu mehr Sicherheit.

Und wahrscheinlich auch zu mehr Gelassenheit.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen


Partnerblogs

LogoLog
Das Logotherapie-Blog von Monika Tempel
www.monika-tempel.de

Sikor Blog
Institut Sikor Mediation und Trainig
http://www.institut-sikor.de/blog/